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Das integrierte, interkommunale Handlungskonzept (IIHK)

Das Stadtumbaumanagement erarbeitete im Jahr 2008 das Integrierte Interkommunale Handlungskonzept, welches aus drei Teilen besteht. Ein wesentlicher Handlungsansatz im Stadtumbau Hessen ist die Einbindung des Wissens und der Kompetenzen der unterschiedlichen Akteure. Aufgrund dessen wurden Stadtumbau-Werkstätten durchgeführt, in denen Vertreterinnen und Vertreter aus den Bereichen Verwaltung, Wirtschaft, Träger öffentlicher Belange und der Zivilgesellschaft eingeladen wurden.

Die Handlungskonzepte bestehen aus einem ersten analytischen Teil, der die Entwicklung der drei Standorte Rüsselsheim, Raunheim und Kelsterbach beschreibt und eine Stärken-Schwächen-Analyse der jeweiligen Kommune in verschiedenen Handlungsfeldern beinhaltet. Die Handlungsfelder sind Freiraum/Umwelt/Technische Infrastruktur, Wohnen, Bildung und Kultur sowie Gewerbe/Einzelhandel/Arbeitsmarkt. Gleichzeitig werden verschiedene Szenarien (positive, mittlere und negative) beschrieben, die zukünftige Entwicklungen darstellen und darauf hindeuten, welche Folgen unterbliebene oder vollzogene  Handlungsschritte haben können. Neue Optionen können so erkannt und mögliche Strategien befördert werden.

Im zweiten Teil wurde für jede Kommune ein spezifisches Integriertes Kommunales Handlungskonzept erarbeitet. Hierbei wurden Handlungsschwerpunkte innerhalb der Handlungsfelder beschrieben, auf die besondere Aufmerksamkeit gelegt werden soll. Beispiele sind hier die Fokussierungen auf die Bevölkerung oder den Einzelhandel, für die jeweils differenzierte Thesen betrachtet wurden.

Der dritte Teil des IIHKs befasst sich schließlich mit Projekten innerhalb der Handlungsschwerpunkte. Diese Einzelprojekte wurden und werden auch zukünftig mit den politischen Vertretern und der Bevölkerung der jeweiligen Standorte entwickelt. Hier wird das lokale Wissen gezielt eingesetzt, um eine möglichst breit umfassende und integrierte Lösung zu Fragestellungen zu finden.

Die jeweiligen IIHKs sind folglich die Anleitung zur Beantwortung komplexer Fragestellungen. Da sich Fragestellungen über die Zeit ändern können, sind die Integrierten Interkommunalen Handlungskonzepte für zukünftige Entwicklungen offen zu halten und werden auf neue Situationen hin überprüft und ggf. angepasst.

Die Integrierten Interkommunalen Handlungskonzepte wurden im Juli 2009 durch die jeweiligen Stadtverordnetenversammlungen beschlossen und bilden die Arbeitsgrundlage für die Interkommunale Kooperation.