background

Opelsteg am Mainufer

Projekt:
Opelsteg am Mainufer
Zuständigkeit:
Interkommunale Maßnahme von Rüsselsheim am Main, Raunheim, Kelsterbach und der Regionalpark Rhein-Main Südwest GmbH
Zeitplanung:

Planungsbeginn Januar 2012; Baubeginn Juli 2014; 
Fertigstellung September 2015

Zielgruppe:
Alle Bürger der Region und Tagestouristen, Arbeitnehmer, Arbeitspendler
Zielsetzung:
Ausbau der regionalen Radwege
Beteiligung:
Im Rahmen der allgemeinen Beteiligungsveranstaltungen zum interkommunalen Stadtumbau
  • Modell des geplanten Opelstegs. Quelle: Stadt Rüsselsheim am Main.

    Modell des geplanten Opelstegs. Quelle: Stadt Rüsselsheim am Main.

  • Das Mainufervorland vor dem Ausbau des Mainradwegs in Blickrichtung stromaufwärts. Quelle: NH ProjektStadt.

    Das Mainufervorland vor dem Ausbau des Mainradwegs in Blickrichtung stromaufwärts. Quelle: NH ProjektStadt.

  • Blick auf den Standort des Opelstegs, der entlang der Kaimauer geführt werden wird. Quelle: NH ProjektStadt.

    Blick auf den Standort des Opelstegs, der entlang der Kaimauer geführt werden wird. Quelle: NH ProjektStadt.

  • Fertiggestellter Mainradweg östlich des Opelhafens in Blickrichtung stromabwärts. Quelle: NH ProjektStadt.

    Fertiggestellter Mainradweg östlich des Opelhafens in Blickrichtung stromabwärts. Quelle: NH ProjektStadt.

  • Fertiggestellter Mainradweg westlich des Opelhafens in Blickrichtung stromabwärts. Quelle: NH ProjektStadt.

    Fertiggestellter Mainradweg westlich des Opelhafens in Blickrichtung stromabwärts. Quelle: NH ProjektStadt.

  • Beginn der Bauarbeiten im März 2015. Hier zu erkennen ist die Einrammung der Stützpfeiler. Im Boot liegend befinden sich die Dalben, die für den Prallschutz Verwendung finden werden. Quelle: NH ProjektStadt.

    Beginn der Bauarbeiten im März 2015. Hier zu erkennen ist die Einrammung der Stützpfeiler. Im Boot liegend befinden sich die Dalben, die für den Prallschutz Verwendung finden werden. Quelle: NH ProjektStadt.

  • Zur Einrammung bereitliegende Dalben für den zukünftigen Prallschutz. Quelle: NH ProjektStadt.

    Zur Einrammung bereitliegende Dalben für den zukünftigen Prallschutz. Quelle: NH ProjektStadt.

  • Bau des Opelstegs mit dem ehemaligen Kraftwerk im Hintergrund. Quelle: NH ProjektStadt.

    Bau des Opelstegs mit dem ehemaligen Kraftwerk im Hintergrund. Quelle: NH ProjektStadt.

  • Bau des Opelstegs. Quelle: NH ProjektStadt.

    Bau des Opelstegs. Quelle: NH ProjektStadt.

  • Bau des Opelstegs. Quelle: NH ProjektStadt.

    Bau des Opelstegs. Quelle: NH ProjektStadt.

  • Bau des Opelstegs. Hier zu sehen ist eine der eingerammten Dalben, die als Prallschutz dienen. Sie überragt den Steg um ca. 2,5 m. Quelle: NH ProjektStadt.

    Bau des Opelstegs. Hier zu sehen ist eine der eingerammten Dalben, die als Prallschutz dienen. Sie überragt den Steg um ca. 2,5 m. Quelle: NH ProjektStadt.

  • Bau des Opelstegs mit dem ehemaligen Kraftwerk im Hintergrund. Quelle: NH ProjektStadt.

    Bau des Opelstegs mit dem ehemaligen Kraftwerk im Hintergrund. Quelle: NH ProjektStadt.

  • Bau des Opelstegs. Quelle: NH ProjektStadt.

    Bau des Opelstegs. Quelle: NH ProjektStadt.

  • Eröffnungsfeier im September 2015. Quelle: NH ProjektStadt.

    Eröffnungsfeier im September 2015. Quelle: NH ProjektStadt.

  • Offizielle Eröffnung des Opelstegs im September 2015 durch (v.l.n.r.) Bürgermeister Jühe, Bürgermeister Ockel und Oberbürgermeister Burhardt. Quelle: NH ProjektStadt.

    Offizielle Eröffnung des Opelstegs im September 2015 durch (v.l.n.r.) Bürgermeister Jühe, Bürgermeister Ockel und Oberbürgermeister Burhardt. Quelle: NH ProjektStadt.

  • Offizielle Eröffnung des Opelstegs im September. Bürger besichtigen den Opelsteg. Quelle: NH ProjektStadt.

    Offizielle Eröffnung des Opelstegs im September. Bürger besichtigen den Opelsteg. Quelle: NH ProjektStadt.

Projektbeschreibung

Der Main bildet das verbindende Landschaftselement in den drei Partnerkommunen Rüsselsheim am Main, Raunheim und Kelsterbach. Eines der übergeordneten Ziele dieser interkommunalen Kooperation war und ist die Gestaltung und Aufwertung des Mainufervorlandes. Die Steigerung der Aufenthaltsqualität wurde in der Gestaltung des Mainufers einerseits aber auch im Ausbau des Fahrradweges gesehen. Neben dem Bau des eigentlichen Stegs wurden auch die Fahrradwege zum Opelsteg mitgeplant. Langfristig sollen touristische Potentiale erschlossen werden und Tagestouristen die lokale Ökonomie stärken. Hierzu zählt auch der rechtsmainische Fernradweg R3. Andererseits nutzen viele Arbeitspendler das Fahrrad für den Weg zur Arbeit.

Die Maßnahme Opelsteg ist nach dem Bau der Öl-Hafenbrücke der zweite Lückenschluss des Mainradweges und garantiert nun eine durchgehende Befahrbarkeit des linken Mainufers von Bischofsheim bis Aschaffenburg.

Kooperation mit Opel

Der Steg konnte nur in Abstimmung mit Opel erstellt werden. Die Führung des Opelstegs folgt der ehemaligen Kaimauer des Opelaltwerks, die in der Vergangenheit als Verladehafen genutzt wurde und als strategische Logistikreserve für den Gütertransport diente. Opel erklärte sich bereit, die Kaimauer für den Opelsteg frei zu geben, behielt sich aber die zwingend notwendige Sanierung der Kaimauer vor. Am 31. Oktober 2013 erteilte Opel die Freigabe.

Bautechnik

Der Opelsteg hat eine Gesamtlänge von ca. 440 m und eine Breite von ca. 2,50 m. In unregelmäßigen Abständen sind Buchten eingeplant, um Begenungsverkehr oder Zonen für kurze Ruhepausen zu ermöglichen. Insgesamt wurden 330 t Stahl verbaut. Die 74 Stegelemente der Verkehrsfläche wurde zur Flussseite hin mit in den Main gerammten Pfeilern befestigt. Zur Uferseite hin wurden die Stegelemente auf der Kaimauer aufgelagert. Zur Sicherung des Stegs vor havarierten Schiffen wurden 13 Dalben mit einer jeweiligen Länge von jeweils 22,70 m in den Maingrund gerammt. Die Dalben überragen den Steg um ca. 2,50 m. Die Versenkung der Pfeiler und Dalben im Maingrund erfolgte mit einer Diesel betriebenen Ramme. An einigen Stellen erwies sich der Untergrund derart dicht, dass die Rammbereiche vorgebohrt werden mussten.

Auf den Steg beidseitig zuführend befinden sich die Fahrradwege. Diese sind durchgehend 2,50 m breit. Die zum Main zeigende Neigung des Fahrradweges beträgt 3% und garantiert einen sicheren Niederschlagsabfluss. Der neu geschaffene Radweg ist in Addition 1437 m lang. Der westliche Radweg ist ca 920 m lang, der östliche ca. 520 m.

Finanzierung

Die Maßnahme ist ein interkommunales Projekt der drei Partnerkommunen Rüsselsheim am Main, Raunheim und Kelsterbach. Daher wurden die Kosten gleichmäßig auf die drei Kommunen verteilt. Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf ca. 2,2 Mio. €.

Die Planungs- und Baukosten werden dabei durch zwei Förderprogramme unterstützt. Der Planungskosten nahmen sich Bund und das Land Hessen im Rahmen des Städtebauförderprogramm Stadtumbau West mit einer Förderquote um die 60 % an.

Die Baukosten wurden von Hessenmobil Verkehrsmanagement übernommen, einer Behörde, die dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung unterstellt ist. Die Förderquote für die Baukosten lag bei 70%.