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Graf-de-Chardonnet-Platz - der neue Quartiersplatz auf dem ENKA-Gelände

Die Fakten

Projekt:
Graf-de-Chardonnet-Platz, Quartiersplatz auf dem ENKA-Gelände
Zuständigkeit:
Stadt Kelsterbach
Zeitplanung:
Landschaftsarchitekturwettbewerb 2012
Planung 2012- 2013
Umsetzung 2013 – 2014
Einweihung 23. Mai 2014
Zielgruppe:
Bürgerinnen und Bürger der Stadt Kelsterbach
Zielsetzung:
  • Schaffung eines Quartiersplatzes inmitten des ENKA-Geländes
  • Umnutzung des Werksgeländes zu einem gemischt genutzten Gebiet mit ca. 200 Wohneinheiten, einem Fachmarktzentrum, öffentlichen Nutzungen, Gastronomie und Gewerbe
Beteiligung:
Vereine der Stadt Kelsterbach

Projektbeschreibung

Das alt-industrielle ENKA-Werksgelände bietet der Stadt Kelsterbach die Möglichkeit, sich innerhalb der Stadtgrenzen, in direkter Nähe vom Bahnhof und mit Anschluss an das Stadtzentrum, weiterzuentwickeln. Gleichzeitig orientiert sich die Stadt mit der Umnutzung stärker als bisher mit attraktiven Wohnlagen zum Main. Mit Wohn-, Einzelhandels- und Gewerbeflächen entsteht hier ein vitales Quartier, welches eine Verbindung zum bestehenden Stadtviertel Niederhölle und darüber hinaus mit dem angrenzenden Mainufer als Naherholungsgebiet und überregionaler Grünverbindung herstellt.

Der neue Quartiersplatz auf dem ENKA-Gelände - nun Graf-de-Chardonnet-Platz - erhält in diesem Zusammenhang eine herausragende Bedeutung. Er verknüpft das neu entstandene Wohnquartier mit den neu angesiedelten Einzelhandels- und Gewerbeflächen. Er wird gerahmt von den denkmalgeschützten Bauten der ehemaligen ENKA-Hauptverwaltung, dem Kantinengebäude und dem Sozialgebäude.

Herz des ENKA-Geländes

Der Graf-de-Chardonnet-Platz erhält einen einheitlichen Belag aus Gussasphalt, der die industrielle Geschichte des Ortes widerspiegelt. Stahlbänder, als Referenz an die kurzzeitige Nutzung als Waggonfabrik, gliedern die Platzfläche. In freier Setzung locker über den Platz verteilte Schnurbäume (Sophora japonica) kontrastieren mit ihrem malerischen Wuchs die Strenge der Industriebauten und zaubern ein lockeres Spiel aus Licht und Schatten auf die Platzfläche. Dies erzeugt eine hohe Aufenthaltsqualität.

Mit der geschwungenen Pergola erfolgt eine Schwerpunktsetzung im nord-östlichen Platzbereich. Die filigrane Konstruktion ist ein Anziehungspunkt und schafft einen Ort für die Freiluftausstellung zur Geschichte des ENKA-Geländes und Kelsterbachs als Industriestandort. In ihrer Bauweise wird in poetischer Art und Weise auf die Geschichte des Gebiets als Produktionsstandort für Garne aus Kunstseide Bezug genommen. Die Pergola wird buchstäblich umsponnen und nimmt unter diesem luftigen Dach die Tafeln der Dauerausstellung zum Werksgelände auf.

Ein Platz für jeden Tag

Die Oberflächengestaltung des Quartiersplatzes wurde städtisch steinern gewählt, um bestmöglich mit den umgebenden historischen Gebäuden zu korrespondieren. Die gepflanzten Bäume werden den Platz mit Schatteninseln bereichern, lassen aber genügend Fläche, um den Platz für Feste und zum alltäglichen Spielen zu nutzen.

Das angrenzende Fachmarktzentrum mit mehreren Einkaufsmöglichkeiten und das Umwelthaus mit seiner spannenden Dauerausstellung zum Thema Flughafen in der Region bieten schon heute ein lebendiges Umfeld. Das ehemalige Kantinengebäude könnte Gastronomie mit Veranstaltungsräumen beherbergen, deren Gäste dann auf dem Platz bewirtet werden können. Dazu befindet sich die Stadt in Abstimmungen mit potenziellen Betreibern. Außerdem sollen auch ein Trauzimmer und kleinere öffentliche Nutzungen im ehemaligen Kantinengebäude eingerichtet werden.

Impressionen der Eröffnungsfeier

Am Freitag, der 23. Mai 2014, fand auf dem Quartiersplatz, dem ehemaligen Enka-Gelände, zwischen 16 und 22 Uhr die Eröffnungsfeier mit Ansprachen und Programm statt.

Unter anderem traten die Big-Band Kelsterbach und Hip Hop for Kids auf.